Sehr guter Bericht und vielen Dank für deine Tipps auch zum Back-Button-Fokus.und deiner Konfiguration. Hab das gerade auch mal so ausprobiert. Du schreibst in deinem Beitrag:
„ Im Unterschied zu der Funktion der AE-Lock Taste, die ich oben beschrieben habe, berücksichtigt die AF-Augenerkennung das gesamte Sucherbild und geht nicht vom voreingestellten Fokusfeld aus“
1. Spot 2. Person / Tier / Objekt im Bereich des Auswahlfeldes 3. Person / Tier irgendwo im Bildbereich“
Also ich habe keinen Unterschied zwischen Punkt 2 und 3 festgestellt. Egal ob ich auf den AE-Lock „Messung und AF Start“ mit deinen Einstellungen (Info-Taste > Gesichtsverfolgung) lege oder „AF Augenerkennung“ direkt auswähle, die Gesichtsverfolgung startet bevorzugt auf dem AF-Spot und wird da nichts gefunden sucht die Kamera irgendwo im gesamten Bildbereich. Kann noch nicht ganz nachvollziehen welchen Mehrwert es hat einen dritten Button für den AF zu opfern? Oder habe ich da noch etwas übersehen?
Es besteht doch ein Unterschied zwischen den beiden Modi. Hier ein kleiner Versuchsaufbau:
Visiere mit der Kamera ein frontales Gesicht in der linken oberen und einen beliebigen kontrastreichen anderen Gegenstand in der rechten unteren Ecke an.
Wenn Du gerade kein Motiv hast, kannst Du z.B. mein Bild der Blaumeise nehmen. Plaziere es im Kamerasucher so, dass die Blaumeise am linken Rand und mein Logo in der rechten unteren Ecke sichtbar ist.
Stelle dann mit dem Multi-Controller das Auswahlfeld in die rechte untere Bildecke auf den Gegenstand (bei meinem Bild mein Logo). Mit der mittleren AE-Lock-Taste (bei meiner Belegung: „Messung und AF Start“, AF-Methode Gesicht und Verfolgung) fokussiert die Kamera auf das, was sich in der rechten unteren Ecke befindet und ignoriert das Gesicht (bzw. die Blaumeise). Wenn Du die Kamera bewegst, bleibt der Fokus auf dem Gegenstand.
Mit der mit AF-Augenerkennung belegten Taste AF-Felauswahl wird jedoch ein Auge des Gesichts links (bzw. die Blaumeise) gefunden und darauf fokussiert. Die Augenerkennung ist unabhängig von der Position des Fokusfeldes und scheint immer in der Bildmitte zu beginnen.
Vielen Dank, dass du darauf noch einmal genauer eingehst. Hab jetzt gerade mal deinen Versuchsaufbau nachgezogen und ebenfalls die dritte Taste AF-Feldauswahl mit AF-Augenerkennung belegt.
Als Testbild dein Maisenfoto auf dem iPad. AF-ON Button mit AF-Spot auf dein Logo nach rechts unten geschoben und ich kann mit dem Button darauf fokussieren. Drücke ich jetzt AE-Lock (*) springt der Fokus sofort auf das Auge der Maise. Genau das Selbe passiert wenn ich die AF-Feldauswahltaste (welche mit AF-Augenerkennung belegt ist) drücke.
Also kein Unterschied im Verhalten zwischen AE-Lock und AF-Feldauswahl. :-/
Hallo Christian, das ist eigenartig. Ich habe es gerade noch einmal überprüft: meine R5 verhält sich genauso, wie ich es beschrieben habe. Hast Du meine Einstellungen denn 1:1 übernommen? Vielleicht hat ja auch noch die Einstellung AF5 „Servo AF-Ausgangsfeld für Gesicht/Verfolgung“ Einfluss. Da habe ich die mittlere Option, die mit der AF-Suche beim zuletzt verwendeten Spotfeld beginnt, gewählt.
super, vielen Dank! Genau das war es, mein AF5 „Servo AF-Ausgangsfeld für Gesicht/Verfolgung“ war noch auf der Default-Einstellung “Auto”. Jetzt ist das Verhalten genau wie bei dir und in der Tat wesentlich besser wenn ich mit dem AF-Spot erstmal den Bereich raussuchen kann in dem mein Objekt vermultich auftaucht. Vielleicht fügst du diese Info noch in deinen Blogpost mit ein falls noch jemand Anderes dein Setup übernehmen möchte.
Danke nochmal und Lg aus dem Chiemgau, Christian
Habe auch lange gerätselt, das Bild mit der Blaumeise hat den Knoten dann platzen lassen 🙂 Ich nutze nur noch Unterwasser den Backbutton Fokus. An Land fokussiere ich wieder mit der Auslösertaste und auf der Af-On Taste liegt der Augen-Autofokus. Daher stört mich dieses Eigenleben nicht. Fotografiere ich nicht Mensch oder Tier, dann mache ich das ohnehin über den Auslöser.
wie sind Deine Erfahrungen mit cRAW bezüglich der Performance in Lightroom?
Gefühlt werden die CR3 ja etwas flotter verarbeitet als CR2. Die Platzersparnis durch cRAW wäre ja ganz nett, allerdings möchte ich den nicht mit Performanceeinbußen am Rechner bezahlen. Der ist sowieso schon immer viel zu langsam…
Hallo Uwe, ich habe nur wenig mit cRAW experimentiert, dabei allerdings keinerlei Performance-Unterschied in Lightroom im Vergleich zum RAW-Format festgestellt. Ich würde diesen auch nicht erwarten, da Lightroom ja die Bildbearbeitung im Arbeitsspeicher sicher bereits am dekomprimierten und „debayerten“ Bild durchführt. Da ist es egal, ob das vorher ein RAW oder cRAW war. Die cRAW Datei ist auf der Festplatte kleiner und wird daher schneller geladen, die Dekomprimierung sollte auf aktueller Hardware demgegenüber nicht ins Gewicht fallen. Da Lightroom ja die ursprüngliche Datei nicht verändert, muss diese auch nicht mehr gespeichert und daher auch nicht erneut komprimiert werden. Wenn überhaupt, wird die Bearbeitung eine cRAW-Datei daher eher flüssiger sein, als die einer RAW-Datei.
Danke für Deine Einschätzung. Ich werde mal bisschen mit cRAW spielen. Plattenplatz kostet zwar nicht mehr die Welt, aber ich will auch bisschen zeitraffern, da läppert sich ja einiges an Daten zusammen. Und Backup muss ja auch noch sein. Da käme mir die Platzersparnis schon recht…
Von der Qualität ist cRAW kaum von RAW zu unterscheiden solange man nicht extrem mit Lightroom an den Reglern dreht. Durch die deutlich kleineren Dateien passen auch mehr davon in den internen Puffer der R5. Ich habe das mal getestet. Mit cRAW schafft meine R5 ca. 45 Bilder mit vollelektronischem Verschluss bei 20fps, bei cRaw sind es über 80 (also über 4 Sekunden!) bis die Geschwindigkeit nachlässt.
Sehr guter Bericht, vielen Dank dafür. Eine kleine Ergänzung: Das Laden der R5/R6 über den USB-C Anschluss funktioniert nur mit einem USB C-fähigen Netzteil mit PD (Power Delivery), also 3 A, nicht-Anschluss vom Mac/PC. Und das Kabel vom Netzteil zur Kamera sollte auch ein USB C PD Kabel sein. Ich habe eine Powerbank 10 000 mA von Intenso mit einem PD Kabel mal angeschlossen, lädt jeden Akku in der Kamera. Mag interessant sein für diejenigen, die im Urwald fotografieren und nicht genügend Akkus dabei haben.… Die Powerbank kostet gerade mal 20 €, ein USB C Netzteil (Anker nano) ebenso. Gruß Klaus Schräder
Vielen Dank für den Kommentar. Ich habe selbst bereits seit einiger Zeit eine PD-fähige Powerbank (POWERADD Powerbank Energycell II 26800mAh PD 30W) in Betrieb und habe den Bericht entsprechend ergänzt. Die Powerbank ist wirklich eine gute Ergänzung, wenn man unterwegs ist und sie wird mich auf meiner nächsten Safari (nach Corona 😉 ) sicher begleiten.
die Powerbank-Lösung am USB-C-Port ist auch für alle Zeitraffer-Fotografen ein Segen. Endlich braucht man keinen extra Akkuadapter mehr, kann den normalen Akku in der Kamera lassen und deshalb bei Bedarf sogar on the fly die Powerbank wechseln, ohne die Aufnahmen unterbrechen zu müssen.
Hallo Gerd-Uwe, Danke für den ausführlichen Bericht. Ich nutze auch schon seit Jahren den Back-Button-Focus und dank deiner detaillierten Ausführung könnte ich nun alles schnell in meiner EOS R6 einstellen. Und die zweite Belegung mit dem anderen Modi ist genial. Nun bin ich optimal gerüstet. Viele Grüße, Nicola
Hallo Nicola, vielen Dank für Deinen netten Kommentar. Ich benutze den Back-Button-Fokus bereits seit Jahren an meinen DSLR. Seit einiger Zeit nutze ich auch dort bereits zwei Tasten: eine für den Spot AF (AF-ON), die andere für den Verfolgungsmodus (*). Das ging auch bereits bei der 7D Mk II und der 5DSR wunderbar. Ich habe das daher auch so an der R5 übernommen. Inzwischen habe ich es übrigens sogar noch weiter getrieben und eine dritte Taste (AF-Feld-Taste) mit der Funktion AF-Augenerkennung belegt. Viel Spaß mit der Kamera und viele Grüße zurück, Gerd-Uwe
vorweg: sehr interessante Infos und gut beschrieben.
Ich bin selber immer noch etwas am ausprobieren mit den Belegungen und Funktionen der R5,
Deshalb noch zu den Autofocus-Tastenbelegungen: Du schreibst in Deinem letzten Kommentar, dass Du noch eine dritte Taste mit dem Augen-AF belegt hast. Ich habe gerade etwas rumprobiert und mir ist noch nicht ganz klar: ist in dem Verfolgungsmodus der Augen-AF automatisch „integriert“, wenn im AF-Menü Punkt 1 die Augenerkennung aktiviert ist? Beim wirklich nur ganz kurzem Testen wirkte das so. Falls dies so wäre, könnte man sich doch die Belegung einer dritten Taste mit Augen-AF sparen?! Oder nutzt Du diese Trennung Verfolger-/Augen-AF ohnehin aus einem anderen Grund?
Wäre nett und interessant wenn Du dazu noch ein paar Infos hast.. Vielen Dank. Gruß, Veit
Hallo Veit, vielen Dank für Deinen Kommentar. Mit der dritten Taste und dem Augen-AF experimentiere ich selbst noch ein wenig. In der Tat scheint sich der Modus „AF-Verfolgung mit aktiviertem Augen-AF“ vom reinen „Augen-AF“ zu unterscheiden:
Beim ersten beginnt der AF mit der Suche im Bereich des ausgewählten AF-Feldes, dieses ist bei meiner Voreinstellung ja ein Spot-AF-Feld. Wenn in unmittelbarer Nachbarschaft dazu ein Auge erkannt wird, wird darauf fokussiert. Ansonsten wird auf die Struktur im Bereich des AF-Feldes fokussiert und diese dann vom AF verfolgt, wenn man z.B. die Kamera schwenkt. Dieser Modus ist somit hilfreich, wenn man bei mehreren Personen auf eine bestimmte fokussieren will.
Beim reinen Augen-AF durchsucht die EOS R5 hingegen offenbar den gesamte Bildbereich und fokussiert auf das der Kamera nächstgelegene Auge. Wenn kein Auge erkannt wird, wird stattdessen auf den nächstgelegenen Kopf oder danach die nächstgelegenen Person fokussiert. Erst wenn auch das nicht gelingt, wird auch hier der Bereich unterhalb des gewählten AF-Feldes fokussiert und verfolgt. Dieser Modus ist daher für Personen- (oder Tier-) Schnappschüsse besonders geeignet (sozusagen „fire and forget“ ;-). Viele Grüße, Gerd-Uwe
Veit 3. 11. 20
Hallo Gerd-Uwe,
das ist interessant, insbesondere, dass der Augen-AF den gesamten Bildbereich durchsucht (im Verfolger-Modus habe ich ebenfalls den Spot als Ausgangspunkt eingestellt). ich werde es mal mit Augenmerk auf Deine Hinweise weiter austesten. Vielen Dank und Gruß, Veit
vielen Dank für die absolut sinnvollen Tipps, denn ich bin gerade noch bei der Suche nach den „perfekten“ Einstellungen für meine R5. Werde es wohl auch mal mit dem Back-Button Fokus probieren.
Hallo Ralf, es freut mich, dass meine Tips hilfreich waren. Die Back-Button-Fokussierung betreibe ich bereits seit vielen Jahren, sie hat sich insbesondere bei der Tier-Fotografie bewährt und ist mir bereits in Fleich und Blut übergegangen. Super ist die Möglichkeit der R5, mit den beiden Knöpfen „AF-On“ und „*“ sogar zwei verschiedene Fokus-Modi bedarfsweise auswählen zu können. Ich wünsche Dir viel Freude mit der tollen Kamera.
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Sehr guter Bericht und vielen Dank für deine Tipps auch zum Back-Button-Fokus.und deiner Konfiguration.
Hab das gerade auch mal so ausprobiert.
Du schreibst in deinem Beitrag:
„ Im Unterschied zu der Funktion der AE-Lock Taste, die ich oben beschrieben habe, berücksichtigt die AF-Augenerkennung das gesamte Sucherbild und geht nicht vom voreingestellten Fokusfeld aus“
1. Spot
2. Person / Tier / Objekt im Bereich des Auswahlfeldes
3. Person / Tier irgendwo im Bildbereich“
Also ich habe keinen Unterschied zwischen Punkt 2 und 3 festgestellt.
Egal ob ich auf den AE-Lock „Messung und AF Start“ mit deinen Einstellungen (Info-Taste > Gesichtsverfolgung) lege oder „AF Augenerkennung“ direkt auswähle, die Gesichtsverfolgung startet bevorzugt auf dem AF-Spot und wird da nichts gefunden sucht die Kamera irgendwo im gesamten Bildbereich.
Kann noch nicht ganz nachvollziehen welchen Mehrwert es hat einen dritten Button für den AF zu opfern?
Oder habe ich da noch etwas übersehen?
Es besteht doch ein Unterschied zwischen den beiden Modi. Hier ein kleiner Versuchsaufbau:
Visiere mit der Kamera ein frontales Gesicht in der linken oberen und einen beliebigen kontrastreichen anderen Gegenstand in der rechten unteren Ecke an.
Wenn Du gerade kein Motiv hast, kannst Du z.B. mein Bild der Blaumeise nehmen. Plaziere es im Kamerasucher so, dass die Blaumeise am linken Rand und mein Logo in der rechten unteren Ecke sichtbar ist.
Stelle dann mit dem Multi-Controller das Auswahlfeld in die rechte untere Bildecke auf den Gegenstand (bei meinem Bild mein Logo). Mit der mittleren AE-Lock-Taste (bei meiner Belegung: „Messung und AF Start“, AF-Methode Gesicht und Verfolgung) fokussiert die Kamera auf das, was sich in der rechten unteren Ecke befindet und ignoriert das Gesicht (bzw. die Blaumeise). Wenn Du die Kamera bewegst, bleibt der Fokus auf dem Gegenstand.
Mit der mit AF-Augenerkennung belegten Taste AF-Felauswahl wird jedoch ein Auge des Gesichts links (bzw. die Blaumeise) gefunden und darauf fokussiert. Die Augenerkennung ist unabhängig von der Position des Fokusfeldes und scheint immer in der Bildmitte zu beginnen.
Vielen Dank, dass du darauf noch einmal genauer eingehst.
Hab jetzt gerade mal deinen Versuchsaufbau nachgezogen und ebenfalls die dritte Taste AF-Feldauswahl mit AF-Augenerkennung belegt.
Als Testbild dein Maisenfoto auf dem iPad.
AF-ON Button mit AF-Spot auf dein Logo nach rechts unten geschoben und ich kann mit dem Button darauf fokussieren.
Drücke ich jetzt AE-Lock (*) springt der Fokus sofort auf das Auge der Maise.
Genau das Selbe passiert wenn ich die AF-Feldauswahltaste (welche mit AF-Augenerkennung belegt ist) drücke.
Also kein Unterschied im Verhalten zwischen AE-Lock und AF-Feldauswahl. :-/
Hallo Christian,
das ist eigenartig. Ich habe es gerade noch einmal überprüft: meine R5 verhält sich genauso, wie ich es beschrieben habe. Hast Du meine Einstellungen denn 1:1 übernommen? Vielleicht hat ja auch noch die Einstellung AF5 „Servo AF-Ausgangsfeld für Gesicht/Verfolgung“ Einfluss. Da habe ich die mittlere Option, die mit der AF-Suche beim zuletzt verwendeten Spotfeld beginnt, gewählt.
Hallo Gerd-Uwe,
super, vielen Dank!
Genau das war es, mein AF5 „Servo AF-Ausgangsfeld für Gesicht/Verfolgung“ war noch auf der Default-Einstellung “Auto”.
Jetzt ist das Verhalten genau wie bei dir und in der Tat wesentlich besser wenn ich mit dem AF-Spot erstmal den Bereich raussuchen kann in dem mein Objekt vermultich auftaucht.
Vielleicht fügst du diese Info noch in deinen Blogpost mit ein falls noch jemand Anderes dein Setup übernehmen möchte.
Danke nochmal und Lg aus dem Chiemgau,
Christian
Hallo Christian,
fein, dass es nun geklappt hat. Ich habe die Info in meinem Artikel nachgetragen.
Viele Grüße aus Willich, Gerd-Uwe
Habe auch lange gerätselt, das Bild mit der Blaumeise hat den Knoten dann platzen lassen 🙂
Ich nutze nur noch Unterwasser den Backbutton Fokus. An Land fokussiere ich wieder mit der Auslösertaste und auf der Af-On Taste liegt der Augen-Autofokus.
Daher stört mich dieses Eigenleben nicht. Fotografiere ich nicht Mensch oder Tier, dann mache ich das ohnehin über den Auslöser.
Hallo Gerd-Uwe,
wie sind Deine Erfahrungen mit cRAW bezüglich der Performance in Lightroom?
Gefühlt werden die CR3 ja etwas flotter verarbeitet als CR2. Die Platzersparnis durch cRAW wäre ja ganz nett, allerdings möchte ich den nicht mit Performanceeinbußen am Rechner bezahlen. Der ist sowieso schon immer viel zu langsam…
Viele Grüße
Uwe
Hallo Uwe,
ich habe nur wenig mit cRAW experimentiert, dabei allerdings keinerlei Performance-Unterschied in Lightroom im Vergleich zum RAW-Format festgestellt. Ich würde diesen auch nicht erwarten, da Lightroom ja die Bildbearbeitung im Arbeitsspeicher sicher bereits am dekomprimierten und „debayerten“ Bild durchführt. Da ist es egal, ob das vorher ein RAW oder cRAW war. Die cRAW Datei ist auf der Festplatte kleiner und wird daher schneller geladen, die Dekomprimierung sollte auf aktueller Hardware demgegenüber nicht ins Gewicht fallen. Da Lightroom ja die ursprüngliche Datei nicht verändert, muss diese auch nicht mehr gespeichert und daher auch nicht erneut komprimiert werden. Wenn überhaupt, wird die Bearbeitung eine cRAW-Datei daher eher flüssiger sein, als die einer RAW-Datei.
Danke für Deine Einschätzung. Ich werde mal bisschen mit cRAW spielen. Plattenplatz kostet zwar nicht mehr die Welt, aber ich will auch bisschen zeitraffern, da läppert sich ja einiges an Daten zusammen. Und Backup muss ja auch noch sein. Da käme mir die Platzersparnis schon recht…
Von der Qualität ist cRAW kaum von RAW zu unterscheiden solange man nicht extrem mit Lightroom an den Reglern dreht. Durch die deutlich kleineren Dateien passen auch mehr davon in den internen Puffer der R5. Ich habe das mal getestet. Mit cRAW schafft meine R5 ca. 45 Bilder mit vollelektronischem Verschluss bei 20fps, bei cRaw sind es über 80 (also über 4 Sekunden!) bis die Geschwindigkeit nachlässt.
Sehr guter Bericht, vielen Dank dafür. Eine kleine Ergänzung:
Das Laden der R5/R6 über den USB-C Anschluss funktioniert nur mit einem USB C-fähigen Netzteil mit PD (Power Delivery), also 3 A, nicht-Anschluss vom Mac/PC. Und das Kabel vom Netzteil zur Kamera sollte auch ein USB C PD Kabel sein. Ich habe eine Powerbank 10 000 mA von Intenso mit einem PD Kabel mal angeschlossen, lädt jeden Akku in der Kamera. Mag interessant sein für diejenigen, die im Urwald fotografieren und nicht genügend Akkus dabei haben.…
Die Powerbank kostet gerade mal 20 €, ein USB C Netzteil (Anker nano) ebenso.
Gruß
Klaus Schräder
Vielen Dank für den Kommentar. Ich habe selbst bereits seit einiger Zeit eine PD-fähige Powerbank (POWERADD Powerbank Energycell II 26800mAh PD 30W) in Betrieb und habe den Bericht entsprechend ergänzt. Die Powerbank ist wirklich eine gute Ergänzung, wenn man unterwegs ist und sie wird mich auf meiner nächsten Safari (nach Corona 😉 ) sicher begleiten.
Hi Klaus,
die Powerbank-Lösung am USB-C-Port ist auch für alle Zeitraffer-Fotografen ein Segen. Endlich braucht man keinen extra Akkuadapter mehr, kann den normalen Akku in der Kamera lassen und deshalb bei Bedarf sogar on the fly die Powerbank wechseln, ohne die Aufnahmen unterbrechen zu müssen.
Hallo Gerd-Uwe, Danke für den ausführlichen Bericht. Ich nutze auch schon seit Jahren den Back-Button-Focus und dank deiner detaillierten Ausführung könnte ich nun alles schnell in meiner EOS R6 einstellen. Und die zweite Belegung mit dem anderen Modi ist genial. Nun bin ich optimal gerüstet. Viele Grüße, Nicola
Hallo Nicola,
vielen Dank für Deinen netten Kommentar. Ich benutze den Back-Button-Fokus bereits seit Jahren an meinen DSLR. Seit einiger Zeit nutze ich auch dort bereits zwei Tasten: eine für den Spot AF (AF-ON), die andere für den Verfolgungsmodus (*). Das ging auch bereits bei der 7D Mk II und der 5DSR wunderbar. Ich habe das daher auch so an der R5 übernommen. Inzwischen habe ich es übrigens sogar noch weiter getrieben und eine dritte Taste (AF-Feld-Taste) mit der Funktion AF-Augenerkennung belegt.
Viel Spaß mit der Kamera und viele Grüße zurück, Gerd-Uwe
Hallo Gerd-Uwe,
vorweg: sehr interessante Infos und gut beschrieben.
Ich bin selber immer noch etwas am ausprobieren mit den Belegungen und Funktionen der R5,
Deshalb noch zu den Autofocus-Tastenbelegungen: Du schreibst in Deinem letzten Kommentar, dass Du noch eine dritte Taste mit dem Augen-AF belegt hast.
Ich habe gerade etwas rumprobiert und mir ist noch nicht ganz klar: ist in dem Verfolgungsmodus der Augen-AF automatisch „integriert“, wenn im AF-Menü Punkt 1 die Augenerkennung aktiviert ist? Beim wirklich nur ganz kurzem Testen wirkte das so.
Falls dies so wäre, könnte man sich doch die Belegung einer dritten Taste mit Augen-AF sparen?!
Oder nutzt Du diese Trennung Verfolger-/Augen-AF ohnehin aus einem anderen Grund?
Wäre nett und interessant wenn Du dazu noch ein paar Infos hast.. Vielen Dank.
Gruß, Veit
Hallo Veit,
vielen Dank für Deinen Kommentar.
Mit der dritten Taste und dem Augen-AF experimentiere ich selbst noch ein wenig. In der Tat scheint sich der Modus „AF-Verfolgung mit aktiviertem Augen-AF“ vom reinen „Augen-AF“ zu unterscheiden:
Beim ersten beginnt der AF mit der Suche im Bereich des ausgewählten AF-Feldes, dieses ist bei meiner Voreinstellung ja ein Spot-AF-Feld. Wenn in unmittelbarer Nachbarschaft dazu ein Auge erkannt wird, wird darauf fokussiert. Ansonsten wird auf die Struktur im Bereich des AF-Feldes fokussiert und diese dann vom AF verfolgt, wenn man z.B. die Kamera schwenkt. Dieser Modus ist somit hilfreich, wenn man bei mehreren Personen auf eine bestimmte fokussieren will.
Beim reinen Augen-AF durchsucht die EOS R5 hingegen offenbar den gesamte Bildbereich und fokussiert auf das der Kamera nächstgelegene Auge. Wenn kein Auge erkannt wird, wird stattdessen auf den nächstgelegenen Kopf oder danach die nächstgelegenen Person fokussiert. Erst wenn auch das nicht gelingt, wird auch hier der Bereich unterhalb des gewählten AF-Feldes fokussiert und verfolgt. Dieser Modus ist daher für Personen- (oder Tier-) Schnappschüsse besonders geeignet (sozusagen „fire and forget“ ;-).
Viele Grüße,
Gerd-Uwe
Hallo Gerd-Uwe,
das ist interessant, insbesondere, dass der Augen-AF den gesamten Bildbereich durchsucht (im Verfolger-Modus habe ich ebenfalls den Spot als Ausgangspunkt eingestellt). ich werde es mal mit Augenmerk auf Deine Hinweise weiter austesten.
Vielen Dank und Gruß,
Veit
Hallo Gerd-Uwe,
vielen Dank für die absolut sinnvollen Tipps, denn ich bin gerade noch bei der Suche nach den „perfekten“ Einstellungen für meine R5. Werde es wohl auch mal mit dem Back-Button Fokus probieren.
Viele Grüße,
Ralf Bornat
Hallo Ralf,
es freut mich, dass meine Tips hilfreich waren. Die Back-Button-Fokussierung betreibe ich bereits seit vielen Jahren, sie hat sich insbesondere bei der Tier-Fotografie bewährt und ist mir bereits in Fleich und Blut übergegangen. Super ist die Möglichkeit der R5, mit den beiden Knöpfen „AF-On“ und „*“ sogar zwei verschiedene Fokus-Modi bedarfsweise auswählen zu können. Ich wünsche Dir viel Freude mit der tollen Kamera.
Viele Grüße nach St. Tönis,
Gerd-Uwe