Hallo Herr Dr. Neukamp, danke für Ihre Informationen aus Sicht eines Fotobegeisterten! Waren Sie mit der Mini 4 pro schon mal in den Bergen? Bedeutet die 120-m-Limitierung, die ja offenbar in der Firmware hinterlegt ist, dass man in den Bergen damit praktisch nicht fliegen kann? Viele Grüße aus Franken H.-J. Rudolph
Hallo Herr Rudolph, ja, ich hatte die Mini 4 pro bereits in den Bergen (im Engadin in der Schweiz) ohne Probleme im Einsatz. Ich habe meine Mini 4 pro allerdings bereits Ende 2023 gekauft und konnte sie noch entklassifizieren lassen, so dass sie als Bestandsdrohne <250g gilt und die Höhenbeschränkung auf 120m über Startpunkt nicht gilt. Das ist nun allerdings nicht mehr möglich. Alternativ kann sie aber nun auf C1 hochklassifiziert werden, was die harte Höhenbeschränkung auch aufhebt. Zum Betrieb benötigt man dann allerdings den „kleinen Drohnenfüjrerschein“ und man muss die eID in der Drohne hinterlegen. Die 120m gelten im übrigen für die Flughöhe über dem Startpunkt, das sollte in den meisten Fällen auch in den Bergen reichen. Wenn man also in 2000m Höhe startet, darf man legal bis 2120m hoch fliegen. Die einzige legale Ausnahme diese zu überschreiten, tritt ein, wenn man einen Berg hinauffliegt, da man sowieso nicht mehr als 120m über Grund fliegen darf. 120m sind auch bereits recht viel, da hat man auch bereits Mühe, die kleine Mini 4 pro überhaupt noch sehen zu können.
Vielen dank für den super Vergleich, ich bin gerade am Überlegen was ich für eine Drohe für Fotos von Großimmobilien nehmen sollte und denke es wird die Mini 4 Pro werden. Schön auch Bilder von Warburg zu sehen wo mein Vater aufgewachsen ist.
vielen Dank für das sehr informative Video, das mir als potenziellem Neueinsteiger sehr weitergeholfen hat. Zu einem für mich besonders interessanten Aspekt konnte ich allerdings bisher keine Informationen im Netz finden. Mein Spezialthema ist das Fotografieren von Eisenbahnzügen in der Landschaft. Wegen der - meist - schnellfahrenden „Motive“ kommt es hier besonders auf ein genaues Auslösen an. Erfahrungen aus dem Freundeskreis mit älteren Drohnenmodellen (Mavic 2) zeigen, dass deren merkbare Auslöseverzögerung immer wieder zu „Ausschuss“ geführt hat. Daher erhoffe ich mir, dass Sie aus Ihrem Erfahrungsschatz schöpfen und zu der Frage eine Einschätzung - evtl. auch im Vergleich mit Vorgängermodellen - geben können.
Hallo Herr Böhnke, speziell habe ich wenig Erfahrung mit der Fotografie von schnell fahrenden Eisenbahnzügen. Allerdings habe ich bisher die Auslöseverzögerung meiner Drohnen (DJI Mini 2 bis 4 Pro, Air 2s und Air 3) nicht als allzu hoch empfunden. Ich setze sie allerdings primär auch für die Landschaftsfotografie ein. Bei der Fotografie des Bernina Express - damals noch mit der DJI Air 2S - hatte ich keine Probleme - allerdings ist der Bernina Express auch nicht wirklich schnell 😉 Viele Grüße Gerd-Uwe Neukamp
Die Mavic 3 Classic gibt es jetzt bereits unter 1000.- € (ohne Fernsteuerung, ohne Ladegerät). Da man die RC von der Mini 3 Pro verwenden kann überlege ich mir die Mavic 3 Classic zu kaufen, vor allem wegen der Kamera mit der verstellbarer Blende und größerem Sensor. Haben Sie mit der Mavic 3 Classic auch Erfahrungen gemacht oder gibt es Gründe warum die nicht für Sie in Frage kommt?
mit der Mavic 3 Classic habe ich selbst keine Erfahrung. Ich hatte zuvor eine DJI Air 2s, die immerhin auch schon einen größeren 1 Zoll Sensor hatte. In einigen Vergleichsberichten hatte ich gelesen, dass die Bildqualität der Mavic 3 nicht wesentlich besser sein soll, eigene Vergleiche dazu habe ich jedoch nicht. Mir hat allerdings die Auflösung von 20 Megapixeln bereits bei der Air 2s nicht gereicht. Im direkten Vergleich fand ich die Bildqualität der Mini 3 Pro bereits besser (siehe hier), so dass ich mich schließlich von der Air 2s getrennt habe. Bei der Air 3 hat mich dann auch die 3fach Teleoptik gereizt. Die Mavic 3 habe ich bisher nicht in Betracht gezogen, da mir die von ihr gebotenen 20 Megapixel eigentlich nicht mehr reichen. Die variable Blende ist insbesondere im Video-Bereich sicher schön, in der Fotografie, mein Haupteinsatz der Drohnen, sehe ich allerdings keinen großen Mehrwert. Bereits offenblendig reicht bei den 1/ 1,3 Zoll Sensoren der Tiefenschärfebereich immer aus. Zudem erwarte ich bald ein Nachfolgemodell der Mavic 3 mit der neuen und sehr viel besseren OcuSync 4 Übertragung wie bei der Mini 4, Air 3 und jetzt auch Avata 2. Vielleicht tut sich dann auch für Fotografen etwas bezüglich der Sensorauflösung…
Guten Tag Herr Kollege Neukamp, Vielen Dank für Ihren informativen Artikel. Als ehemaliger 6x6 cm Hobbyfotograf habe ich mir die Mini 4 pro ebenfalls zugelegt, meine Fotos sind brauchbar, ich bin dennoch nicht vollständig glücklich über die Qualität der Fotos; auf der Fernbedienung sehen die Fotos auf dem Bildschirm nach meiner Ansicht ebenfalls noch schärfer aus, nach Übertragung aber weniger . Glauben Sie, dass die Qualität nach Quicktransfer - Übertragung auf das iPhone schlechter wird (Verminderte Daten)! Welchen Workfluß haben Sie vielleicht letztlich um das maximale Ergebnis zu erzielen. Schärfe optimiert, weniger Rauschen. Von der Farbwiedergabe betrachtet bin ich nach den ersten Versuchen zufrieden Viele Grüße aus Bad Driburg Dr. Ralf Eckhard
Guten Tag Herr Kollege Eckhardt, vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich komme auch aus der analogen Fotografie, im Mittelformat hatte ich es allerdings nur bis zum Format 6x4,5 gebracht (Mamiya 645 ;-). Seit 2003 fotografiere ich nun digital, aktuell mit einer Canon R5 mit Vollformat 24x36mm Sensor und 45 Megapixeln und vielen Objektiven von 14 bis 600mm. Da kann naturgemäß eine Drohne mit unter 250g Gewicht und einem Sensor von ca. 7x10mm Größe qualitativ nicht mithalten. Ein zusätzliches Problem ist dabei auch noch die verwendete Quad-Bayer Matrix des Sensors, die die Farbauflösung noch weiter reduziert. Ob der Quick-Transfer die Qualität noch weiter reduziert, weiss ich nicht, da ich meine Bilder (die ich ausschließlich im DNG-Format bei 48 Megapixeln aufnehme) immer am PC in Lightroom CC nachbearbeite.
Die besten Ergebnisse erreiche ich, indem ich den ISO-Wert immer möglichst niedrig halte (ich stelle ihn normalerweise fest auf 100 ein) und möglichst reichlich belichte (ETTR - Expose to the right). Ein Anheben der Schatten in der Nachbearbeitung führt bei den DNG-Dateien der Mini 4 Pro rasch zu einem sehr starken Rauschen. Die aktuellen Vollformat-Digitalkameras verzeihen Fehlbelichtungen sehr viel besser. Bezüglich der Rauschreduzierung bei der Mini 4 Pro ist aktuell meiner Erfahrung nach übrigens DxOs DeepPRIME XD in DxO Photolab oder PureRAW nicht zu schlagen. Ich empfehle Ihnen, es einmal auszuprobieren, eine Testversion kann man bei DxO für 30 Tage uneingeschränkt ausprobieren. DxO DeepPRIME XD ergibt mit den DNG-Dateien der Mini 4 Pro deutlich bessere Ergebnisse als die neue KI Entrauschung in Lightroom CC.
Was insgesamt aus dem 1 / 1,3 Zoll Quad Bayer Sensor mit „Computational Photography“ herausgeholt werden kann, zeigt das aktuelle iPhone 15, das einen ebensolchen Sensor in der 24mm Hauptkamera verwendet. Das iPhone verarbeitet bei jeder Aufnahme automatisch mehrere Einzelbilder mit verschiedenen Paramtern und verrechnet sie mit KI-Algorithmen zu einer neuen sehr viel besseren Aufnahme, die qualitativ unter idealen Umständen tatsächlich schon nahe an die Qualität einer Vollformatkamera herankommt. Da denke ich, reicht die Rechenleistung der CPU der Mini 4 Pro aber aktuell nicht aus. Etwas Qualitätsgewinn kann man jedoch selbst in der Nachbearbeitung in Lightroom und / oder Photoshop noch durch HDR-Belichtungsreihen, Panorama-Aufnahmen oder generell durch die Verrechnung mehrerer Aufnahmen herausholen. Das ist jedoch in der Nachbearbeitung sehr aufwendig.
Offenbar legt meiner Ansicht nach DJI aktuell bei den Drohne primär Wert auf die Qualität der Videos, die auch wirklich erstaunlich gut ist. Insgesamt sehe ich aber auch bei den Drohnen für uns Fotografen noch deutlich „Luft nach oben“. Ich hoffe auch bereits seit Jahren, dass DJI irgendwann einmal für Fotografen eine kleine „Fotografen-Drohne“ mit größerem Sensor und höherer Auflösung herausbringt. Die aktuelle DJI Inspire 3 wäre ein Traum. Sie ist aber viel zu groß, alleine kaum transportier- und handhabbar und viel zu teuer. Eine Mavic 4 mit 4/3 Zoll oder sogar APS-C Sensor, >30 Megapixeln und optimalerweise noch Wechselobjektiven würde ich hingegen sofort kaufen…
Aktuell ist jedoch die Mini 4 pro (und auch die Air 3) meiner Ansicht nach der beste Kompromiss zwischen Qualität, Preis und Handhabbarkeit. Mit einiger Nachbearbeitung kann man damit auch durchaus brauchbare Bilder bekommen.
Vielen Dank für den sehr guten Vergleich. Interessant wäre ob man mit DXO PureRAW 4 noch etwas bessere Qualität aus den kleinen Drohnen Sensoren heraus holen kann.
Diese Website verwendet Cookies, um die Navigation durch die Website für Dich zu verbessern. Die als notwendig eingestuften Cookies werden auf Deinem Computer gespeichert, da sie für das Funktionieren der Grundfunktionen der Website unerlässlich sind. Wir verwenden auch Cookies von Drittanbietern, die uns helfen, zu verstehen, wie Du diese Website nutzt. Diese Cookies werden nur mit Deiner Zustimmung auf Deinem Computer gespeichert. Du hast auch die Möglichkeit, diese Cookies abzulehnen. Allerdings kann die Ablehnung einiger dieser Cookies Auswirkungen auf Dein Surfverhalten haben.
Notwendige Cookies sind für das einwandfreie Funktionieren der Website absolut unerlässlich. Diese Kategorie umfasst nur Cookies, die grundlegende Funktionalitäten und Sicherheitsmerkmale der Website gewährleisten. Diese Cookies speichern keine persönlichen Informationen.
Jegliche Cookies, die für das Funktionieren der Website nicht unbedingt notwendig sind und die speziell dazu verwendet werden, Benutzerdaten für Analysen, Anzeigen und andere eingebettete Inhalte zu sammeln, werden als nicht notwendige Cookies bezeichnet.
Hallo Herr Dr. Neukamp,
danke für Ihre Informationen aus Sicht eines Fotobegeisterten! Waren Sie mit der Mini 4 pro schon mal in den Bergen? Bedeutet die 120-m-Limitierung, die ja offenbar in der Firmware hinterlegt ist, dass man in den Bergen damit praktisch nicht fliegen kann?
Viele Grüße aus Franken
H.-J. Rudolph
Hallo Herr Rudolph,
ja, ich hatte die Mini 4 pro bereits in den Bergen (im Engadin in der Schweiz) ohne Probleme im Einsatz. Ich habe meine Mini 4 pro allerdings bereits Ende 2023 gekauft und konnte sie noch entklassifizieren lassen, so dass sie als Bestandsdrohne <250g gilt und die Höhenbeschränkung auf 120m über Startpunkt nicht gilt. Das ist nun allerdings nicht mehr möglich. Alternativ kann sie aber nun auf C1 hochklassifiziert werden, was die harte Höhenbeschränkung auch aufhebt. Zum Betrieb benötigt man dann allerdings den „kleinen Drohnenfüjrerschein“ und man muss die eID in der Drohne hinterlegen. Die 120m gelten im übrigen für die Flughöhe über dem Startpunkt, das sollte in den meisten Fällen auch in den Bergen reichen. Wenn man also in 2000m Höhe startet, darf man legal bis 2120m hoch fliegen. Die einzige legale Ausnahme diese zu überschreiten, tritt ein, wenn man einen Berg hinauffliegt, da man sowieso nicht mehr als 120m über Grund fliegen darf. 120m sind auch bereits recht viel, da hat man auch bereits Mühe, die kleine Mini 4 pro überhaupt noch sehen zu können.
Viele Grüße,
G-U Neukamp
Vielen dank für den super Vergleich, ich bin gerade am Überlegen was ich für eine Drohe für Fotos von Großimmobilien nehmen sollte und denke es wird die Mini 4 Pro werden.
Schön auch Bilder von Warburg zu sehen wo mein Vater aufgewachsen ist.
Schöne Grüße aus Hamburg,
Matthias Kuhaupt
Sehr geehrter Herr Dr. Neukamp,
vielen Dank für das sehr informative Video, das mir als potenziellem Neueinsteiger sehr weitergeholfen hat.
Zu einem für mich besonders interessanten Aspekt konnte ich allerdings bisher keine Informationen im Netz finden.
Mein Spezialthema ist das Fotografieren von Eisenbahnzügen in der Landschaft. Wegen der - meist - schnellfahrenden „Motive“ kommt es hier besonders auf ein genaues Auslösen an. Erfahrungen aus dem Freundeskreis mit älteren Drohnenmodellen (Mavic 2) zeigen, dass deren merkbare Auslöseverzögerung immer wieder zu „Ausschuss“ geführt hat. Daher erhoffe ich mir, dass Sie aus Ihrem Erfahrungsschatz schöpfen und zu der Frage eine Einschätzung - evtl. auch im Vergleich mit Vorgängermodellen - geben können.
Viele Grüße aus Berlin
Thomas Böhnke
Hallo Herr Böhnke,
speziell habe ich wenig Erfahrung mit der Fotografie von schnell fahrenden Eisenbahnzügen. Allerdings habe ich bisher die Auslöseverzögerung meiner Drohnen (DJI Mini 2 bis 4 Pro, Air 2s und Air 3) nicht als allzu hoch empfunden. Ich setze sie allerdings primär auch für die Landschaftsfotografie ein. Bei der Fotografie des Bernina Express - damals noch mit der DJI Air 2S - hatte ich keine Probleme - allerdings ist der Bernina Express auch nicht wirklich schnell 😉
Viele Grüße
Gerd-Uwe Neukamp
Die Mavic 3 Classic gibt es jetzt bereits unter 1000.- € (ohne Fernsteuerung, ohne Ladegerät).
Da man die RC von der Mini 3 Pro verwenden kann überlege ich mir die Mavic 3 Classic zu kaufen, vor allem wegen der Kamera mit der verstellbarer Blende und größerem Sensor.
Haben Sie mit der Mavic 3 Classic auch Erfahrungen gemacht oder gibt es Gründe warum die nicht für Sie in Frage kommt?
Hallo Herr Schranz,
mit der Mavic 3 Classic habe ich selbst keine Erfahrung. Ich hatte zuvor eine DJI Air 2s, die immerhin auch schon einen größeren 1 Zoll Sensor hatte. In einigen Vergleichsberichten hatte ich gelesen, dass die Bildqualität der Mavic 3 nicht wesentlich besser sein soll, eigene Vergleiche dazu habe ich jedoch nicht. Mir hat allerdings die Auflösung von 20 Megapixeln bereits bei der Air 2s nicht gereicht. Im direkten Vergleich fand ich die Bildqualität der Mini 3 Pro bereits besser (siehe hier), so dass ich mich schließlich von der Air 2s getrennt habe. Bei der Air 3 hat mich dann auch die 3fach Teleoptik gereizt. Die Mavic 3 habe ich bisher nicht in Betracht gezogen, da mir die von ihr gebotenen 20 Megapixel eigentlich nicht mehr reichen. Die variable Blende ist insbesondere im Video-Bereich sicher schön, in der Fotografie, mein Haupteinsatz der Drohnen, sehe ich allerdings keinen großen Mehrwert. Bereits offenblendig reicht bei den 1/ 1,3 Zoll Sensoren der Tiefenschärfebereich immer aus. Zudem erwarte ich bald ein Nachfolgemodell der Mavic 3 mit der neuen und sehr viel besseren OcuSync 4 Übertragung wie bei der Mini 4, Air 3 und jetzt auch Avata 2. Vielleicht tut sich dann auch für Fotografen etwas bezüglich der Sensorauflösung…
Guten Tag Herr Kollege Neukamp,
Vielen Dank für Ihren informativen Artikel.
Als ehemaliger 6x6 cm Hobbyfotograf habe ich mir die Mini 4 pro ebenfalls zugelegt, meine Fotos sind brauchbar, ich bin dennoch nicht vollständig glücklich über die Qualität der Fotos; auf der Fernbedienung sehen die Fotos auf dem Bildschirm nach meiner Ansicht ebenfalls noch schärfer aus, nach Übertragung aber weniger .
Glauben Sie, dass die Qualität nach Quicktransfer - Übertragung auf das iPhone schlechter wird (Verminderte Daten)!
Welchen Workfluß haben Sie vielleicht letztlich um das maximale Ergebnis zu erzielen. Schärfe optimiert, weniger Rauschen. Von der Farbwiedergabe betrachtet bin ich nach den ersten Versuchen zufrieden
Viele Grüße aus Bad Driburg
Dr. Ralf Eckhard
Guten Tag Herr Kollege Eckhardt,
vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich komme auch aus der analogen Fotografie, im Mittelformat hatte ich es allerdings nur bis zum Format 6x4,5 gebracht (Mamiya 645 ;-). Seit 2003 fotografiere ich nun digital, aktuell mit einer Canon R5 mit Vollformat 24x36mm Sensor und 45 Megapixeln und vielen Objektiven von 14 bis 600mm. Da kann naturgemäß eine Drohne mit unter 250g Gewicht und einem Sensor von ca. 7x10mm Größe qualitativ nicht mithalten. Ein zusätzliches Problem ist dabei auch noch die verwendete Quad-Bayer Matrix des Sensors, die die Farbauflösung noch weiter reduziert. Ob der Quick-Transfer die Qualität noch weiter reduziert, weiss ich nicht, da ich meine Bilder (die ich ausschließlich im DNG-Format bei 48 Megapixeln aufnehme) immer am PC in Lightroom CC nachbearbeite.
Die besten Ergebnisse erreiche ich, indem ich den ISO-Wert immer möglichst niedrig halte (ich stelle ihn normalerweise fest auf 100 ein) und möglichst reichlich belichte (ETTR - Expose to the right). Ein Anheben der Schatten in der Nachbearbeitung führt bei den DNG-Dateien der Mini 4 Pro rasch zu einem sehr starken Rauschen. Die aktuellen Vollformat-Digitalkameras verzeihen Fehlbelichtungen sehr viel besser. Bezüglich der Rauschreduzierung bei der Mini 4 Pro ist aktuell meiner Erfahrung nach übrigens DxOs DeepPRIME XD in DxO Photolab oder PureRAW nicht zu schlagen. Ich empfehle Ihnen, es einmal auszuprobieren, eine Testversion kann man bei DxO für 30 Tage uneingeschränkt ausprobieren. DxO DeepPRIME XD ergibt mit den DNG-Dateien der Mini 4 Pro deutlich bessere Ergebnisse als die neue KI Entrauschung in Lightroom CC.
Was insgesamt aus dem 1 / 1,3 Zoll Quad Bayer Sensor mit „Computational Photography“ herausgeholt werden kann, zeigt das aktuelle iPhone 15, das einen ebensolchen Sensor in der 24mm Hauptkamera verwendet. Das iPhone verarbeitet bei jeder Aufnahme automatisch mehrere Einzelbilder mit verschiedenen Paramtern und verrechnet sie mit KI-Algorithmen zu einer neuen sehr viel besseren Aufnahme, die qualitativ unter idealen Umständen tatsächlich schon nahe an die Qualität einer Vollformatkamera herankommt. Da denke ich, reicht die Rechenleistung der CPU der Mini 4 Pro aber aktuell nicht aus. Etwas Qualitätsgewinn kann man jedoch selbst in der Nachbearbeitung in Lightroom und / oder Photoshop noch durch HDR-Belichtungsreihen, Panorama-Aufnahmen oder generell durch die Verrechnung mehrerer Aufnahmen herausholen. Das ist jedoch in der Nachbearbeitung sehr aufwendig.
Offenbar legt meiner Ansicht nach DJI aktuell bei den Drohne primär Wert auf die Qualität der Videos, die auch wirklich erstaunlich gut ist. Insgesamt sehe ich aber auch bei den Drohnen für uns Fotografen noch deutlich „Luft nach oben“. Ich hoffe auch bereits seit Jahren, dass DJI irgendwann einmal für Fotografen eine kleine „Fotografen-Drohne“ mit größerem Sensor und höherer Auflösung herausbringt. Die aktuelle DJI Inspire 3 wäre ein Traum. Sie ist aber viel zu groß, alleine kaum transportier- und handhabbar und viel zu teuer. Eine Mavic 4 mit 4/3 Zoll oder sogar APS-C Sensor, >30 Megapixeln und optimalerweise noch Wechselobjektiven würde ich hingegen sofort kaufen…
Aktuell ist jedoch die Mini 4 pro (und auch die Air 3) meiner Ansicht nach der beste Kompromiss zwischen Qualität, Preis und Handhabbarkeit. Mit einiger Nachbearbeitung kann man damit auch durchaus brauchbare Bilder bekommen.
Viele Grüße aus Warburg,
Gerd-Uwe Neukamp
Vielen Dank für den sehr guten Vergleich.
Interessant wäre ob man mit DXO PureRAW 4 noch etwas bessere Qualität aus den kleinen Drohnen Sensoren heraus holen kann.
Hallo Herr Schranz,
inzwischen unterstützt DxO auch die Mini 4 Pro und die Qualität ist meiner Ansicht nach tatsächlich deutlich besser als mit Lightroom.
Viele Grüße,
Gerd-Uwe Neukamp