Mit DxO PureRAW 6 präsentiert DxO nun bereits die sechste Evolutionsstufe seiner spezialisierten KI-gesteuerten RAW-Vorverarbeitung. Im Mittelpunkt der Entwicklung standen nach Angaben von DxO diesmal drei zentrale Neuerungen: DeepPRIME XD3 für Bayer-Sensoren, eine hocheffiziente DNG-Komprimierung und eine KI-gestützte Sensorflecken-Entfernung. Außerdem wurde Wert auf eine spürbar beschleunigte Stapelverarbeitung gelegt.
Hier die vier wesentlichen Neuerungen der Version 6 nach Angabe von DxO im Einzelnen:
DeepPRIME XD3 jetzt auch für Bayer-Sensoren
Die wichtigste Neuerung betrifft die Bildqualität selbst: DeepPRIME XD3 ist nun nicht mehr nur X-Trans-Sensoren vorbehalten, sondern steht auch für Kameras mit Bayer-Sensoren zur Verfügung – also für den Großteil aller aktuellen Systeme.
Gerade bei schwierigen Aufnahmesituationen zeigt sich der Fortschritt deutlich:
- High-ISO-Aufnahmen mit sichtbar weniger Rauschen
- Nacht- und Available-Light-Fotografie mit klareren Details
- Landschafts- und Architekturaufnahmen mit feinster Texturzeichnung
DeepPRIME XD3 kombiniert intensive Rauschreduktion mit präziser Detailrekonstruktion. Feine Strukturen bleiben erhalten, Farben wirken natürlich, und Bilder gewinnen an Klarheit, ohne künstlich überschärft zu erscheinen. Für Fotografen, die ihre RAW-Dateien maximal ausreizen möchten, bedeutet das: mehr Spielraum in der Weiterverarbeitung – vom subtilen Fine-Tuning bis zur großformatigen Ausgabe.
Deutlich kleinere DNG-Dateien bei voller RAW-Power
Ein weiteres Highlight ist die neue High-Fidelity-DNG-Komprimierung. Die erzeugten DNG-Dateien sind bis zu viermal kleiner als unkomprimierte Varianten – bei erhaltener RAW-Qualität.
Für die Praxis heißt das:
- Mehr Bilder auf SSD und Archivspeichern
- Schnellere Backups
- Effizienteres Arbeiten mit großen Projekten
Besonders für Event-, Hochzeits- oder Sportfotografen mit hohen Bildvolumen ist das ein echter Vorteil. Speicherplatz wird nicht länger zum limitierenden Faktor im Workflow.
KI-gestützte Sensorflecken-Entfernung für ganze Serien
Staub auf dem Sensor ist ein Klassiker – dieser ist ein echtes Problem bei Aufnahmen mit geschlossenen Blenden. PureRAW 6 automatisiert diesen Arbeitsschritt jetzt mithilfe künstlicher Intelligenz.
Die Software erkennt und entfernt Sensorflecken nun selbstständig – auch bei umfangreichen Bildserien. Der Reinigungsschwellenwert lässt sich dabei individuell einstellen.
Gerade bei Landschafts- oder Studio-Sessions mit vielen Aufnahmen spart das wertvolle Zeit. Manuelle Retusche in jeder einzelnen Datei wird überflüssig, ohne dass die Bildintegrität leidet.
Schnellere Verarbeitung durch Stapel-Parallelisierung
Auch beim Thema Geschwindigkeit legt Version 6 nach. Dank neuer Stapel-Parallelisierung wird das nächste Bild bereits vorbereitet, während das aktuelle noch verarbeitet wird.
Das Ergebnis:
- Höherer Durchsatz
- Flüssigeres Arbeiten
- Effizientere Nutzung moderner Hardware
Für professionelle Workflows mit hunderten oder tausenden Dateien pro Projekt ist das ein klarer Produktivitätsgewinn.
Fazit: Ein konsequenter erster Schritt im RAW-Workflow
DxO PureRAW 6 schärft sein Profil als spezialisierter Qualitäts-Booster vor der eigentlichen Bildbearbeitung.
Mit DeepPRIME XD3 für Bayer-Sensoren, drastisch reduzierten DNG-Dateigrößen, automatischer Sensorflecken-Entfernung und schnellerer Stapelverarbeitung richtet sich die neue Version klar an Fotografen, die das Maximum aus ihren RAW-Dateien herausholen möchten – technisch wie workflowseitig.
Für ambitionierte Bildmacher, die höchste Detailtreue und Effizienz erwarten, ist Version 6 ein spürbarer Schritt nach vorn.
Theorie und Praxis
Das liest sich in der Presse-Veröffentlichung von DxO alles sehr gut. Aber was bringt die neue Version wirklich im direkten Vergleich mit der bereits sehr guten Vorgängerversion?
Außerdem hat inzwischen auch Adobe Lightroom Classic, mein seit etlichen Jahren genutztes Bildbearbeitungs- und -verwaltungsprogramm, bereits eine brauchbare KI-Entrauschung integriert. Welchen Mehrwert bringt da der zusätzliche Entwicklungsschritt mit PureRAW 6?
Daher habe ich mir PureRAW 6 unter diesen Aspekten genauer angesehen. Ich beziehe mich im folgenden Test bewusst nur auf die Neuerungen der PureRAW Version 6, die grundsätzliche Funktionalität von PureRAW habe ich bereits zuvor in meinem ausführlichen Test der Vorgängerversion PureRAW 5 beschrieben, sie hat sich nicht wesentlich verändert.
Was bringt das neue DeepPRIME XD3?
Ich habe als Test diesmal ein Foto eines stattlichen Löwens vom Neujahrstag 2022 aus der Masai Mara in Kenia ausgewählt. Das Foto entstand mit der Canon EOS R5, meinem 400 mm f/2.8 bei Offenblende und wenig Licht am frühen Morgen noch vor dem Sonnenaufgang, so dass ich den ISO Wert auf 12.800 erhöhen musste. Hier zunächst das bearbeitete, aber noch nicht entrauschte Original. Ich habe es zur Darstellung auf eine Bildbreite von 2048 Pixeln verkleinert:

Anschließend habe ich das Bild sowohl mit dem in Lightroom Classic integrierten „Denoise“ KI Verfahren, als auch mit PureRAW 6 mit dem neuen DeepPRIME XD3 Algorithmus entrauscht. Bei beiden Entrauschungen habe ich jeweils die Voreinstellungen der Programme verwendet. Bei Lightroom stand der Denoise-Regler in der Voreinstellung auf 50:

Bei PureRAW 6 waren dies die Voreinstellungen:

Um eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten, habe ich in PureRAW alle weiteren Korrekturen ausgeschaltet. Die Bilder wurden anschließend in Lightroom Classic identisch entwickelt:

Hier der Vergleich der Entrauschung von PureRAW 6 mit DeepPRIME XD3 mit der in Lightroom Classic V 15.2 integrierten KI-Entrauschung. Links ist das Ergebnis von Lightroom Classic, rechts das von DeepPRIME XD3 zu sehen:
Wie, Sie sehen kaum Unterschiede zwischen den Aufnahmen?
Das geht mir bei den verkleinerten Bildern tatsächlich auch so. Selbst das verkleinerte und noch nicht entrauschte Original sieht so noch ganz brauchbar aus. Das liegt daran, dass eine Verkleinerung bereits eine sehr effektive Entrauschung darstellt. Mehrere Sensorpixel werden dabei zusammengefasst, wodurch sich die zufällig verteilten Rauschartefakte teilweise ausgleichen.
Anders sieht es nun in den ca. 100% Crops aus. Hier zunächst wieder ein kleienr Ausschnitt aus dem nicht entrauschte Original:

Hier zeigt sich nun sehr deutlich das starke Rauschen, wie es bei einer hohen ISO-Einstellung von 12.800 auch nicht anders zu erwarten ist. Wie schlagen sich dabei nun die beiden KI-basierten Entrauschungsverfahren? Hier der Vergleich von Lightroom Classic mit DeepPRIME XD3 in der Ausschnittsvergrößerung:
Und zum Vergleich auch noch eine Nebeneinanderstellung von DeepPRIME 3, wie es bereits bei PureRAW 5 verfügbar war, mit dem neuen DeepPRIME XD3:
Alle Ergebnisse sind verblüffend gut. Bei genauerer Betrachtung zeigt allerdings DeepPRIME XD3 ein noch etwas besseres Ergebnis als DeepPRIME 3 und die Lightroom KI. Besonders das Hintergrundrauschen ist besser kontrolliert und beim hin- und herschieben des Vergleichssliders fällt auf, dass das DeepPRIME XD3 Bild trotz identischer Entwicklungsparameter auch noch etwas besser differenzierte Farben zeigt. Ich würde den Gewinn an Rauschminderung dabei auf etwa 1 Blendenstufe einschätzen.
Dateigrößen
DxO hat bei PureRAW auch ein neues komprimiertes DNG Format implementiert. Was dieses leistet, ist in der Tat sehr beeindruckend. Hier die Größe der einzelnen Dateien:

Die in diesem Beitrag gezeigte Originaldatei des Löwens im Canon .CR3 RAW-Format ist ca. 63 Megabyte groß. PureRAW macht daraus im Standard-Modus eine gewaltige lineare DNG-Datei mit 172 Megabyte. Mit dem neuen komprimierten Verfahren ist die resultierende DNG-Datei aber sogar deutlich kleiner als das CR3 Original. Das ist ein wirklich erstaunliches Ergebnis. Nach Angaben von DxO handelt es sich um eine verlustbehaftete Kompression, leidet daher die Bildqualität unter dieser?
Erstaunlicherweise nicht, wie die folgende Gegenüberstellung zeigt. Links ist die Standard DNG Datei, rechts die „High Fidelity“ DNG Datei zu sehen:
Ich kann in beiden Bildern wirklich keinen Unterschied ausmachen!
Einen kleinen Wehrmutstropfen hat das neue Format allerdings:
Zwar ist es nach Angabe von DxO vollständig kompatibel zu den von Adobe veröffentlicheten DNG-Spezifikationen. Es kann auch problemlos mit den Adobe Anwendungen und einigen anderen, die ich ausprobiert habe, angezeigt und bearbeitet werden.
Allerdings kommt Windows 11 selbst damit nicht zurecht, wie sich z.B. in der Explorer Ansicht mit großen Symbolen zeigt:

Statt des Bildes, wie bei den anderen RAW-Formaten, wird lediglich ein universeller Platzhalter angezeigt. Auch die Anzeige mit der in Windows 11 integrierten Windows-Fotoanzeige scheitert:

Da bleibt nur, auf ein Windows-Update zu warten.
Sensorflecken Entfernung
Neu in PureRAW 6 ist auch eine darin integrierte KI-gestützte Entfernung von Sensorflecken. Auch Lightroom Classic in der Version 15.2 bietet bereits eine ähnliche Funktion. Sensorflecken entstehen durch winzige Staubkörnchen auf dem Bildsensor, sie kommen aber üblicherweise erst bei kleinen Blenden (11 und kleiner) und auf einigermaßen homogenen Flächen (meist im Himmel) zur Darstellung.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich selten Probleme mit Sensorflecken habe, da ich meist mit relativ großen Blendenöffnungen arbeite und meine sensor penibel sauber halte. Bisher habe ich dennoch entstandene Sensorflecken mit dem Reparatur-Pinsel
von Lightroom manuell entfernt, das ging eigentlich relativ flott von der Hand und ließ sich auch problemlos auf nachfolgende Bilder übernehmen.
Ich musste daher etwas in meinem Bildarchiv suchen, um geeignete Beispieldateien zu finden. Gespannt war ich insbesondere, wie sich im Vergleich zu PureRAW 6 auch die neue automatischen Staubentfernung von Lightroom schlägt, ich hatte sie bisher noch nicht verwendet.
Zwei Beispiele habe ich gefunden. Das erste Bild zeigt einen kleinen Himmelsausschnitt eines Bildes, das ich mit Blende 32 aufgenommen habe. Bei genauem hinsehen finde ich darauf fünf Sensorflecken:

Das Bild habe anschließend mit PureRAW 6 und Lightroom Classic entrauscht und auch den Staub entfernen lassen. Ich habe hier bei PureRAW 6 zunächst die Voreinstellung der Staubentfernung bei 20 belassen:

Hier nun der Vergleich der Ergebnisse von Lightroom Classic (ebenfalls mit den unveränderten Voreinstellungen) mit dem von PureRAW 6
Hier sehe ich bei PureRAW 6 ehrlich gesagt keinerlei Effekt, während LightRoom alle fünf Flecke sehr gut erkennt und unsichtbar entfernt.
Ich habe daher einen weiteren Versuch mit PureRAW 6 mit einem anderen Bild angeschlossen. Dazu habe ich die Empfindlichkeit nun auf 50 erhöht:

Hier das Testbild, das ich mit Blende 11 aufgenommen habe. Es zeigt nun drei etwas größere Sensorflecken:

Die Größe der Sensorflecken ändert sich übrigens mit der eingestellten Blende. Je kleiner die Blendenöffnung, desto kleiner (und dunkler) stellen sich die Flecken dar. Hier schlägt sich im direkten Vergleich nun PureRAW 6 zwar etwas besser, kommt aber noch immer nicht an das Ergebnis von Lightroom Classic heran. Wenn man genau hinsieht, sind bei DeepPRIME 6 die Sensorflecken noch schemenhaft zu sehen, während Lightroom Classic sie wirklich spurlos entfernt hat:
Ich habe übrigens diesmal die Bilder in PureRAW 6 auf meiner stationären Workstation berechnen lassen. Das ist ein Tower-Rechner mit einem AMD Threadripper 2950x 16 Kern / 32 Thread Prozessor, 64GB Speicher und einer Geforce RTX 2080 Ti. Der Rechner ist zwar zugegebenermaßen bereits mehr als 6 Jahre alt, aber eigentlich sonst nicht schwachbrüstig.
Dennoch hat die Entrauschung mit DeepPrime XD3 und Entfernung der Sensorflecken geschlagene 5 Minuten bei voller Auslastung der Grafikkarte gedauert! Die entsprechende Bearbeitung in Lightroom Classic hingegen war jeweils in ca. 20 Sekunden erledigt.
Wie auch immer, langer Rede kurzer Sinn: Wer bereits Lightroom Classic in der aktuellen Version hat, benötigt zur automatischen Sensorfleck-Entfernung PureRAW 6 nicht!
Geschwindigkeit
Auch die Verarbeitungsgeschwindigkeit - insbesondere in der Stapelverarbeitung von mehreren Dateien - soll in der sechsten Version von PureRAW verbessert worden sein. Um dies zu testen, habe ich eine Fotoserie eines Pelikans mit 20 RAW Bilder meiner Canon EOS R5 Mark II ausgewählt. Sie entstanden im vergangenen Frühjahr im Duisburger Zoo, hier ein Beispielbild:

Die Bilder sind allesamt ähnlich dem obigen. Insgesamt waren die zum Test verwendeten 20 .CR3 Dateien meiner Canon EOS R5 Mark II 744MB groß, ein Einzelbild hatte somit etwa 37,2MB.
Ich habe sie nun nacheinander mit verschieden Einstellungen in PureRAW 6 und zum Vergleich auch mit der Vorgängerversion jeweils zusammen entrauscht. Dazu verwendete ich wieder meinen Laptop mit Intel i9-11980HK CPU (8 Kerne, 16 Threads), 64GB Hauptspeicher und integrierter Geforce 3080 RTX mit 8GB.
Die genauen Ergebnisse sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

In der Tat ist also PureRAW 6 mit denselben Einstellungen mit DeepPRIME 3 im Batch-Betrieb somit fast 30% schneller geworden als der Vorgänger. Die neue Entrauschung mit DeepPRIME XD3 ist offenbar deutlich rechenintensiver, sie benötigt mehr als doppelt soviel Zeit wie DeepPRIME 3.
Besonders beeindruckt bin ich von der hochgradigen Kompression der „High Fidelity“ DNG Dateien mit PureRAW 6: Die DNG-Dateien konnten in diesem Beispiel um sagenhafte 87% komprimiert werden. Die resultierenden DNG-Dateien sind sogar auch noch fast dreimal so klein wie die original .CR3-Dateien meiner Canon EOS R5 Mark II!
Allerdings muss ich zugeben, dass sich das von mir gewählte Motiv auch sehr gut für eine Kompression eignet, da der Hintergrund großflächig schwarz ist.
Resumée
Nun, das Bessere ist des Guten Feind, sagt man.
Tatsächlich holt das neue DeepPRIME XD3 noch etwas mehr Details aus High-ISO-Bildern heraus als sein Vorgänger und auch als das in Lightroom Classic integrierte KI-Verfahren. Ich würde bei meinen Vergleichen die verbesserte Rauschfreiheit auf etwa 1 Blendenstufe Gewinn einschätzen. Das bedeutet, dass ein mit DeepPRIME XD3 entrauschtes ISO 12.800 Bild ähnlich rauschrei erscheint, wie ein mit den anderen Verfahren entrauschtes ISO 6.400 Bild.
Allerdings sind zugegebenermaßen auch die Ergebnisse von Lightroom und der älteren DxO-Verfahren schon sehr gut und in vielen Fällen sicher mehr als ausreichend. Das neue komplexere Verfahren benötigt allerdings auch wieder mehr Rechenleistung. Auf meinem Laptop mit 8Kern Intel-CPU und Laptop Geforce 3080 RTX habe ich für die Entrauschung der gezeigten Bilder mit DeepPRIME XD3 etwa 10-20 Sekunden benötigt, Lightroom und DeepPRIME 3 benötigen grob geschätzt nur etwa halb soviel Zeit.
Auf anderen Rechnern mag das aber ganz anders aussehen. Grundsätzlich sind die KI-Verfahren aber auf ausreichend potente Grafik-Hardware angewiesen. Ohne diese und allein über die CPU wartet man mehrere Minuten auf jedes Bild.
Ob die Neuerungen von PureRAW 6 einen Umstieg von der Vorgängerversion lohnen oder ob überhaupt eine Verwendung von PureRAW notwendig ist, wenn man bereits über Lightroom Classic verfügt, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Ein weiterer Aspekt bei der Wahl eines KI-Entrauschungsprogramms ist die Unterstützung unterschiedlicher Kameramodelle. Bei DxO werden die Algorithmen speziell auf einzelne Kameramodelle ausgerichtet, die einzeln in den DxO-Laboren aufwendig kalibriert wurden. So ist gewährleistet, dass damit stets optimale Ergebnisse erzielt werden. Wenn man allerdings eine Kamera verwendet, die DxO (noch) nicht unterstützt, kann PureRAW 6 die Dateien nicht verarbeiten. Es ist daher wichtig, die Liste der unterstützten Kameramodelle bei DxO* anzusehen, bevor man PureRAW 6 einsetzt. So werden z. B. DJI-Action-Kameras wie Action 4 bis 6 oder die Osmo 360 aktuell nicht unterstützt.
Lightroom Classic verfolgt hier einen anderen Ansatz. Es akzeptiert neben den proprietären RAW-Formaten der meisten gängigen Kameras auch fast alle Dateien im DNG-Format, ohne dass diese besonders integriert wurden. Bei exotischeren Kameras ist daher die Wahrscheinlichkeit größer, dass Lightroom auch mit ihren DNG-Dateien zurechtkommt.
Aber Sie können sich jederzeit selbst ein Bild machen: Dazu können Sie eine Testversion von RureRAW 6 (direkt hier bei DxO*) herunterladen und intensiv mit eigenen Bildern ausprobieren. DxO ist außerordentlich kulant und erlaubt es, seine Programme 14 Tage lang ohne Einschränkungen zu testen.
Ich bin jedenfalls froh, mit DeepPRIME XD3 noch ein kleines Quentchen mehr bei meinen kritischen High-ISO Bildern herausholen zu können - auch wenn ich das sicher nur selten benötigen werde.
Eine sehr angenehme Zugabe ist das deutlich kompaktere Dateiformat. Die gigantischen Dateien der Vorgänger-Versionen rauben doch sehr viel Platz auf der Festplatte. Ich überlege bereits tatsächlich, künftig alle meine .CR3 Dateien mit DeepPRIME XD3 in komprimierte DNG-Dateien zu konvertieren, um Festplattenspeicher zu sparen…
Die automatische Staub-Entfernung von PureRAW 6 konnte mich hingegen noch nicht so recht überzeugen.
Preise und Verfügbarkeit
DxO PureRAW 6 steht ab sofort auf der DxO Website zum Download* zu folgenden Preisen zur Verfügung:
- DxO PureRAW 6: 129,99 €
- DxO PureRAW Upgrade von Version 4 oder 5: 79,99 €
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